Segelflugausbildung

Voraussetzungen

  • Das Mindestalter beträgt 14 Jahre.
  • Die Eltern müssen (bei Minderjährigen) einverstanden sein.
  • Man muss Mitglied in der FSG Soest werden.
  • Für das Fliegen braucht man genügend Zeit.
  • Fliegerärztliche Tauglichkeit
  • Die Kosten für eine Ausbildung halten sich in einem erträglichen Rahmen: Verteilt auf zwei bis drei Jahre kostet die Ausbildung alles in allem 2.000 bis 2.400 EURO.

Theorie ist auch dabei

Neben der praktischen Ausbildung gibt es auch eine Menge Theorie, die notwendig ist, damit man sicher fliegen kann:
Meteorologie – das Wetter ist unser Motorersatz und deshalb muss sich jeder Segelflieger sehr gut darin auskennen.
Technik und Aerodynamik sind ein wichtiger Teil, denn jeder Pilot muss genau die Grenzen seines Gerätes kennen.
Navigation ist wichtig, um sich jederzeit gut zurecht zu finden und immer zu wissen, wo man gerade ist.
Natürlich muss man auch die entsprechenden Gesetze und Vorschriften (Luftrecht) kennen, damit der Flugsport sicher abläuft
Neben den Grenzen der Flugzeuge muss man auch Bescheid wissen über die menschlichen Grenzen und Probleme beim Fliegen und über mögliche Fehlerquellen.
Im Fach Verhalten in besonderen Fällen wird man auf besondere Flugzustände und deren Lösung vorbereitet.
Um sich in der Luft per Funk verständigen zu können ist auch ein Funksprechzeugnis Pflicht.

Erste Schritte in die Luft

Die Schulung findet im Doppelsitzer statt. Das heißt, dass der Schüler die ersten Flüge immer mit einem Fluglehrer macht, der hinten sitzt. Von dort kann der Fluglehrer genauso gut steuern, weil alle Steuervorrichtungen im Doppelsitzer – genau: Doppelt vorhanden sind.
Ganz allmählich wird der Flugschüler in die Handhabung des Segelflugzeuges eingeführt. Dabei macht zunächst noch der Fluglehrer die meisten Dinge.
Mit steigender Flugerfahrung übernimmt der Flugschüler die Steuerung:
Geradeaus fliegen, die ersten Kurven bewältigen, Starts und vor allem Landungen werden immer wieder geübt.

Der erste Alleinflug

Bis der Schüler irgendwann alles selbstständig beherrscht und auch in besonderen Situation (z.B. Seilriss) fit ist.
Dann kommt der große Moment: der erste Alleinflug. Der Lehrer steht unten und kann höchstens noch durch das Funkgerät Anweisungen geben, ansonsten ist der junge Flieger ganz auf sich gestellt. Das ist meist das größte Erlebnis, weil man spürt, dass man ein Flugzeug sicher beherrscht, starten und landen kann.
Danach wird an den fliegerischen Fähigkeiten weiter gefeilt. Thermikflüge kommen dazu und in weiteren Alleinflügen wird noch mehr Erfahrung gesammelt.